S

Die Symbiose ist eine Form des Zusammenlebens artverschiedener Organismen, das für beide Partner vorteilhaft ist. Vielen Organismen ist das Leben erst durch die Symbiose mit anderen Organismen möglich. Symbiosen verbessern beispielsweise den Stoffwechsel oder erhöhen die biologische Fitness und bewirken auf diese Weise eine höhere Überlebenschance.

Ein Beispiel für die Symbiose ist das Zusammenleben von Pflanzen mit stickstofffixierenden Knöllchenbakterien. Mithilfe dieser Mikroorganismen können gewisse Pflanzenarten Stickstoff aus der Luft verwerten, den sie zum Wachstum dringend benötigen, der aber im Boden oft zu wenig vorhanden ist. Es wird spekuliert, dass die neue Gentechnik Nutzpflanzen, die nicht mit Knöllchenbakterien zusammenleben, dazu befähigen könnte, eine solche Symbiose zu entwickeln. Doch dies ist äusserst unwahrscheinlich, denn der Grundstein für die Symbiose wurde vor etwa 100 Millionen Jahren gelegt und hat einen sehr komplexen genetischen Hintergrund, weshalb zahlreiche Stoffwege umprogrammiert werden müssten.

Schlüsselarten übernehmen zentrale Funktionen im Ökosystem. Sie sind somit unersetzlich und repräsentieren den Schlüssel zum Überleben des Ökosystems und zum Erhalt seiner Artenvielfalt. Der Begriff ist vom englischen Ausdruck «keystone species» abgeleitet. In der Architektur schliesst der Schlussstein (keystone) ein Gewölbe ab und stabilisiert ihn. Ähnliches gilt auch für Schlüsselarten. Verschwinden sie, führt dies zu einer drastischen Veränderung des Ökosystems, zum Beispiel durch das Aussterben weiterer Arten, die von ihnen abhängig sind. So verdeutlichen Schlüsselarten die Funktionsweise von Ökosystemen: Es sind Netzwerke, in denen alles in Beziehung zueinander steht. Deshalb können auch noch so punktuelle Eingriffe unvorhersagbare, weitreichende Folgen für das ganze System haben.

Die Interaktionen zwischen Genen und ihren Produkten sind genauso komplex wie die direkten und indirekten Wechselwirkungen zwischen den verschiedenen Akteuren in natürlichen Ökosystemen. Ähnlich wie Schlüsselarten, können auch einzelne Gene einen verhältnismässig starken Einfluss auf die Biodiversität ausüben. Solche möglichen Auswirkungen auf die biologische Vielfalt wurden jedoch bisher kaum untersucht, da sich viele der komplexen Wechselwirkungen in Experimenten nur unvollständig modellieren lassen. Es ist auch weitgehend unklar, welche Gene unter welchen Umständen als Schlüsselgene wirken können.

Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) in Strassburg hatte im März 2014 der Witwe eines Asbest-Opfers Recht gegeben und damit ein Urteil des Schweizer Bundesgerichts aufgehoben. Daher beschloss das Parlament, die Bestimmungen zu Verjährungsfristen zu überarbeiten und bspw. bei Personenschäden von 10 auf 20 Jahre zu verlängern.

Die aktuelle Studie der österreichischen Umweltorganisation befasst sich mit den Produkten und Profiteuren der Neuen Gentechnik und zeigt, dass technische Innovationen das bestehende Agrarmodell nur kosmetisch etwas "grüner" machen. Sie leitet dies nicht nur aus der aktuellen Produktentwicklung ab, sondern auch aus der Tatsache, dass Verfahren wie CRISPR/Cas eine regelrechte Patentierungswelle ausgelöst haben. (Download: wck.me/14s7)

Das Wort «Synthese» (griech: sýnthesis) bedeutet «zusammenführen», «zusammensetzen». Synthetische Düngemittel sind künstlich hergestellte Düngemittel, man spricht auch von Kunstdünger oder Mineraldünger. Pflanzen brauchen für eine gute Entwicklung neben Wasser und Sonne auch Nährstoffe wie Stickstoff, Phosphat, Kalium und Spurenelemente wie Magnesium oder Zink. Diese Stoffe nehmen sie aus dem Boden auf. Ein nahrhafter Boden (Humus = Erde) ist im Ackerbau deshalb elementar. Kunstdünger enthalten oben genannte Stoffe in reiner, leicht löslicher Form. Für die Herstellung von Kunstdünger ist viel fossile Energie nötig (Erdöl). In der biologischen Landwirtschaft sind synthetische Düngemittel verboten, da isoliert eingebrachte Mineralstoffe das natürliche Gleichgewicht der Bodenorganismen stören. So können sich Stickstoff oder Phosphor negativ auf die Bodenfruchtbarkeit und die Gewässerqualität auswirken. Kunstdünger enthalten auch Schwermetalle wie Blei, Nickel, Quecksilber, Arsen oder Uran. Die ökologische Landwirtschaft setzt nur organische Düngemittel ein. Diese stammen aus natürlichen Stoffen wie Kompost, Stallmist, Gülle, Gründüngung, Jauche oder Mulch.