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Forschende der Empa und der ETH Zürich haben Nanopartikel (rot) entwickelt, die resistente Bakterien (gelb) abtöten können. Bild: nachkolorierte elektronenmikroskopische Aufnahme, Empa

Multiresistente Krankheitserreger werden in der modernen Medizin zunehmend zu einem gravierenden Problem. Wo Antibiotika wirkungslos bleiben, können Bakterien lebensgefährliche Infektionen verursachen. Forschende der Empa und der ETH Zürich haben nun neuartige Nanopartikel entwickelt, mit denen sich multiresistente Erreger aufspüren und abtöten lassen, wie sie in einer aktuellen Studie im Fachmagazin «Nanoscale» schreiben. Antibiotika, die einstigen Wunderwaffen, versagen im Kampf gegen Keime immer öfter. Einige Bakterienarten ziehen sich ins Innere menschlicher Körperzellen zurück, wo sie vom Immunsystem unbehelligt bleiben.

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Bild: Clipdealer

Eine grosse Koalition von 162 europäischen Organisationen der Zivilgesellschaft, Landwirten und Wirtschaft fordert Ende März 2021 EU-Kommissionsvizepräsident Timmermans auf, dafür zu sorgen, dass alle Organismen, die aus neuen gentechnischen Verfahren stammen, weiterhin in Übereinstimmung mit den bestehenden EU-GVO-Standards reguliert werden - unter Wahrung des Vorsorgeprinzips, eines hohen Schutzniveaus und des Rechts der Bäuerinnen und Bauern und der Konsumierenden zu wählen, was sie anbauen und essen. Die Kommission wird voraussichtlich Ende April ihre Einschätzungen zur zukünftigen Regulierung der neuen gentechnischen Verfahren (Genomeditierung) vorlegen.

Seit Januar 2020 gibt es in der Schweiz explizite Regeln für den Umgang mit Organismen, die miss­bräuch­lich verwendet werden könnten. Die Regeln zielen darauf ab, der illegalen Zweckent­frem­dung einer erlaubten Verwendung von Organismen vorzubeugen. Umgesetzt sind diese Regeln in der Einschliessungs­verord­nung (ESV). Betriebe müssen nun:

  • ein Sicherheitskonzept erstellen, das die Eignung der Organismen zur missbräuchlichen Verw­en­dung berücksichtigt;
  • einen/eine Biosecurity-Beauftragte(n) ernennen;
  • bei der Gruppierung der Organismen ermitteln, ob ein Risiko zur missbräuchlichen Verwendung der Organismen besteht;
  • bei der Klassierung der Tätigkeit anhand von vier Kriterien ermitteln, ob ein Risiko zur miss­bräuch­­lichen Verwendung des bei der geplanten Tätigkeit entstehenden Organismus besteht;
  • falls ein Risiko für ein missbräuchliche Verwendung der Organismen identifiziert wurde: Massnah­men treffen, um das Risiko zu minimieren; etwa indem sie den Zugang zu den Räumlichkeiten be­­schränken und Personen mit Zugang zu den Organismen erfassen;
  • besondere Massnahmen treffen, wenn die Gefahr einer missbräuchlichen Verwendung dies als ange­mes­sen erscheinen lässt;
  • in Meldungen bzw. Bewilligungsgesuchen explizit beschreiben, was das Ziel der durchge­führ­ten bzw. vorgesehenen Tätigkeit ist;
  • im Rahmen der Fachmeldungen angeben, wo und wann sie humanpathogene Organismen der Risi­ko­­gruppen 3 und 4 in die Schweiz einführen;
  • die Kantone informieren, wenn ein konkreter Verdacht einer missbräuchlichen Verwendung be­steht;

Am 29. September 2020 feierte die SAG Schweizer Allianz Gentechfrei mit zahlreichen UnterstützerInnen ihr 30jähriges Bestehen. Der Anlass fand im Naturama in Aarau statt und wurde von drei spannenden Referaten und einer Podiumsdiskussion (siehe Videos) rund um die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft der SAG und der Schweizer Landwirtschaft bereichert. Die Feier wurde mit einem geselligen Apéro abgerundet.

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Die Beiträge

Florianne Koechlin: Was ist ein Gen?

Florianne Koechlin, langjähriges ehemaliges Vorstandsmitglied der SAG eröffnet den Abend mit einer Frage, auf die man eine simple Antwort erwartet "Was ist ein Gen?". Doch so simpel ist das Ganze gar nicht. Koechlin blickt in ihrem Beitrag zurück auf die Geschichte der Genforschung.


 Monika Stocker: Wie alles begann...

 Die erste Präsidentin der SAG und ehemalige Nationalrätin Monika Stocker erzählt mit eindrücklichen Erinnerungen von der Gründungszeit der Arbeitsgruppe Gentechnologie, wie die SAG sich früher nannte.


Herbert Karch: Erinnerungen an bewegte Jahre

Herbert Karch, einstiges Vorstandsmitglied der SAG setzte sich insbesondere stark für die Gentechfrei-Initiative in 2005 ein. In seinem Jubiläumsbeitrag blickt er auf kritische Prognosen der Gegner der  Initiative und deren Angstmacherei zurück.


Podiumsdiskussion mit Martina Munz, Dominik Waser und Paul Scherer: Die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft

In der Podiumsdiskussion thematisieren die SAG Präsidentin und Nationalrätin Martina Munz und der Umwelt- und Klimaaktivist Dominik Waser über die Zukunft der Schweizer Landwirtschaft. In der spannenden Diskussion dreht es sich insbesondere um die Fragen was es braucht, um in Zukunft die Landwirtschaft gentechfrei zu halten und welche Akteure dabei zentral sind.