Nanotechnologie

22.8.2014 / Nanotechnologie

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In einem 360°-Panorama einer Baustelle sind 23 anklickbare Stationen zu Nanomaterialien in der Bauwirtschaft versteckt. Bild: http://nano.dguv.de/nanorama/bgbau/

Das Nano-Portal „Sicheres Arbeiten mit Nanomaterialien“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) will den Kenntnisstand über den Arbeitsschutz und die Arbeitssicherheit bei der Anwendung von Nanomaterialien fördern. Dazu wurden "Nanorama" (aus "Nano" und "Panorama") entwickelt. Mit der neuartigen E-Learning Anwendung kann der Nutzer einen virtuellen Raum betreten und sich in diesem bewegen. Mit Hilfe des "Nanorama" erhält der Anwender auf unterhaltsame und abwechslungsreiche Weise wertvolle Informationen zum sicheren Umgang mit Nanomaterialien. In einem navigierbaren Panorama einer Baustelle sind verschiedene anklickbare Stationen zu Nanomaterialien in der Bauwirtschaft versteckt. Abgebildet sind Arbeitssituationen, wie sie auf Baustellen angetroffen werden können.

1.7.2014 | Nanotechnologie

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Auf der Haut vermehren sich Bakterien in Anwesenheit von Schweiss schnell und verursachen unangenehme Gerüche. Mit Nanosilber kann eine antimikrobielle Wirkung erzielt werden, so dass Bakterien und Pilze in ihrer Vermehrung in den Textilien gehemmt werden. Bild: http://de.wikipedia.org.

Der wissenschaftliche Ausschuss der Europäischen Kommission zu neu auftretenden und neu identifizierten Gesundheitsrisiken SCENIHR (Scientific Committee on Emerging and Newly Identified Health Risks) hat eine ausführliche Bewertung von Nanosilber publiziert. Nanosilber wird insbesondere als keimtötende Substanz verwendet und wird heute bereits in zahlreiche Anwendungsbereichen kommerziell eingesetzt. Die Nanopartikel kommen vor allem in Lebensmittelverpackungen und Küchenutensilien, Textilien (wie Sportbekleidung, Socken, Unterwäsche), Haushaltsgeräten (wie Waschmaschinen, Computertastaturen oder Luftfiltern), Wandanstrichen (Lacke, Farben), Ausstattungen in öffentlich genutzten Bereichen (wie Rolltreppen, Einkaufswagen), Kosmetika und im medizinischen Bereich (wie in Pflastern oder Wundbehandlungen) zum Einsatz. Durch diese zunehmende Nutzung sind Mensch und Umwelt einer neuen Silberbelastung direkt und langfristig ausgesetzt. Gemäss SCENIHR sind aber noch zu wenige Informationen über die möglichen Gefährdungen durch Nanosilber verfügbar.

3.6.2014 | Nanotechnologie

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Der Report „Way too little“ von Friends of the Earth Australia thematisiert die weitverbreitete Präsenz von Nanomaterialien in der Lebensmittelkette. Bild: www.foe.org.au.

Friends of the Earth Australien stellt eine dramatische Zunahme von Nanomaterialien in Lebensmitteln, Lebensmittelzusätzen, Lebensmittelverpackungen, Kontaktmaterialien zu Lebensmitteln und auch landwirtschaftlichen Chemikalien fest. Die Konsumenten seien diesen Produkten und einer verblüffenden Zahl an weiteren nicht gekennzeichneten Produkten ausgesetzt, darunter essbare Verpackungen, Beschichtungen auf Früchten, aber auch auf Küchenoberflächen, Spülmaschinen, Kühlschränken, Kinderflaschen, Besteck, Lebensmittelbehälter oder Vitaminen und anderen Zusätzen. Die Organisation kritisiert die mangelnde Tätigkeit der australischen Lebensmittelbehörde zur Gewährleistung der Sicherheit solcher Produkte. Und dies in einem Zeitpunkt, da Evidenz bestehe, dass gewisse Nanomaterialien Risiken für die menschliche Gesundheit darstellen können. Als Beispiel wird unter anderem nanoskaliges Titandioxid aufgeführt, das als Weiss- und Glänzmittel in einer Reihe von Lebensmitteln vorkomme, so zum Beispiel in Lutscher, Kaugummi oder Donuts.

20.5.2014 | Nanotechnologie

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Anwendung der Graphen-Fasergewebe (graphene woven fabrics (GWFs)) an verschiedenen Körperstellen. Bild: Nanowerk (Prof. Zhu, Tsinghua University).

Bei Textilien werden heute bereits nanohaltige Produkte angeboten, die wasser- und schmutzabweisend, antibakteriell wirksam oder mit einem UV-Schutz ausgestattet sind. In Zukunft werden zusätzlich Nano-Textilmaterialien mit neuartigen Funktionalitäten auf den Markt kommen. So genannte intelligente Nano-Textilien sollen beispielsweise elektronische Signale erzeugen oder verarbeiten. Dazu ein Beispiel: Kürzlich wurde gezeigt, dass der so genannte piezoresistive Effekt in Graphen ein elektrisches Mass der Übertragung von Druck- oder Belastung liefert (der piezoresistive Effekt beschreibt die Veränderung des elektrischen Widerstands eines Materials durch Druck oder Zug). Forscher verschiedener Universitäten in China haben Graphen-Fasergewebe auf diese sensorischen Eigenschaften untersucht. Es konnte ein flexibler und tragbarer Belastungssensor gebaut werden, indem das Graphen-Fasergewebe auf ein Verbundwerkstoff aus einem polymeren und einem medizinischen Klebeband aufgebracht wurde. Der Belastungssensor ist ultraleicht, hat eine gute Empfindlichkeit gegenüber Bewegungsänderungen und eine ausgezeichnete physikalische Robustheit. Zudem ist die Produktion einfach und der Sensor passt sich gut an Deformationen der menschlichen Haut an.

14.4.2014 | Nanotechnologie

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Versicherungen müssen sich dem Thema Nanotechnologie stellen. Bild: fotoliaxrender - Fotolia

Die Zurich Versicherung erkennt im Bereich der Nanotechnologien Versicherungsrisiken. Diese liegen namentlich in den Bereichen Arbeitgeber- und Produktehaftpflicht sowie Managerhaftpflicht und Umweltschädigung. Die Versicherung stuft die Nanotechnologie als ein „emerging risk“ ein. Damit sind Risiken von morgen gemeint. Durch Technologien, die Gefahren bergen, die noch schwer einzuschätzen sind. Eindeutige Nachweise von Langzeitrisiken oder Ursache-Wirkung-Beziehungen sind bei emerging risks oftmals noch nicht möglich. Die Zurich schreibt, dass Nanopartikel viele eigenartige Qualitäten haben. Die Nanomaterialien seien bereits vielfach in Anwendung, die Risiken seien aber weitgehend unbekannt. Man wisse zum Beispiel nichts über Langzeiteffekte, wenn sich diese Nanopartikel im Körper akkumulieren oder zu grösseren Partikeln agglomerieren.